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Der dunkle stahlblaue Blue Hope Diamant wurde in Indien in der Kollur Mine in Golconda im Jahre 1642 gefunden. Er wog im Rohzustand 112 Karat.
Angeblich wurde er aus einer Statue der Hindu-Göttin Shiva oder Sita (Ramas Gattin) gestohlen.
Nach einer anderen indischer Überlieferung wurde das Juwel aus einem Standbild des Gottes Wischnu ausgebrochen.
Jean-Baptiste Tavernier (Johann Baptista Tavernier) brachte diesen Diamanten von Indien nach Frankreich.
Tavernier wurde 1605 in Paris geboren und starb 1689 in Moskau. Von seinen zahlreichen Reisen in die Türkei, Persien, Indien usw brachte er eine große Menge an Diamanten über den Landweg oder Seeweg mit nach Europa. Darunter zwanzig Steine zwischen 30 und 50 Carat, sowie auch den berühmten Koh-i-Noor-Diamanten und den hier beschriebenen Hope-Diamanten. Laut Legenden soll er selber oder ein Beauftragter während eines Besuches in Burma den Blue Hope Diamanten aus der Statue des Hindu-Gottes gebrochen haben. Er war an den europäischen Königshöfen der angesehenste Diamant-Experte und Diamant-Händler. Unter anderem war er der Hofjuwelier von König Ludwig XIV, dem er im Jahre 1668 den Blue Hope Diamanten verkaufte.
Es scheint so zu sein, dass der Blue Hope Diamant unheilbringend ist und das ein Fluch auf ihm lastet, da die meisten Besitzer dieses Steines ein schlimmes Schicksal erlitten, wie nachfolgend beschrieben.
Ludwig XIV ließ durch den Juwelier Sieur Pitau den Blue Hope Diamanten in einen dreieckigen, tropfen-förmigen oder herz-förmigen Diamanten mit einem Gewicht von 67,50 Carat umschleifen und nannte ihn den Krondiamanten oder "Blauer Diamant der Krone". In Gold gefasst trug der König den Diamant zu zeremoniellen Gelegenheiten an einem Halsband. Kurze Zeit später verschied Ludwigs Lieblingsenkel und Ludwig XIV selber verließ das Schlachtenglück und er zog sich auch noch die Pocken zu, an denen er schließlich qualvoll starb.
Sein Nachfolger Ludwig XV verzichtete darauf sich mit dem Blauen Diamanten zu schmücken.
Ludwig XVI und Marie-Antoinette erbten den "Bleu de France" oder "French Blue", wie er auch genannt wurde. Die beiden gerieten unter das Fallbeil der Revolutionäre.
Am 11. September 1792 wurde der Diamant während der französischen Revolution gestohlen.
Er wurde über Le Havre nach London gebracht um dort verkauft zu werden.
Bevor der Diamant verkauft werden konnte, wurde er jedoch angeblich wieder gestohlen.
Ein Kadett namens Guillot soll den Diamanten gestohlen haben. Der kostbare Edelstein wurde nach Amsterdam geschmuggelt, wo der Diamant von einem niederländischen Diamanthändler namens Wilhelm Fals (oder Vaals) neu geschliffen wurde. Dieser Händler soll vor Kummer gestorben sein als er erfuhr, dass sein Sohn Hendrick ihm den Edelstein gestohlen hatte. Hendrick, der den Diamanten in London zu einem Spottpreis verkaufte, ertrank bei der Rückfahrt und der Kadett Guillot fiel im Kampf.
Im Jahre 1800 fertigte der Maler Goya von Königin Marie-Luise von Spanien ein Gemälde, auf dem sie einen dem Hope-Diamanten ähnlichen Stein trägt. Es wird vermutet dass der Blue Hope Diamant im Besitz der spanischen Königsfamilie gewesen ist und 1808 habe ihn der spanische König Karl IV nach seiner Abdankung in London zu Geld machen müssen.
1830 tauchte auf dem Londoner Markt ein tiefblauer ovaler Diamant mit einem Gewicht von 44,5 Carat auf. Sachverständige befanden, dass es sich um den "Bleu de France" handeln musste, der anscheinend zum Zwecke der Täuschung inzwischen noch einmal umgeschliffen worden war. Er wurde von Henry Hope, einem britischen Bankier, für 18.000 Pfund erworben und trägt seitdem dessen Nachnamen.
Der Hope Diamant wurde im Jahre 1841 in der "Great Exhibition of London" und 1855 in der "Exhibition Universelle" in Paris ausgestellt.
Angeblich starben alle Mitglieder der Hope-Familie in Armut.
1867 wurde der Blue-Hope-Diamant von Christie's verkauft und wechselte anschließend mehrmals den Besitzer:
Ein osteuropäischer Prinz oder Fürst schenkte ihn einer Schauspielerin / Tänzerin der Folies-Bergeres, die er später aus Eifersucht erschoss, während er selbst einem nihilistischen Attentat zum Opfer fiel.
Um die Jahrhundertwende gelangte der Hope angeblich in den Besitz eines Pariser Händlers namens Celot, der verrückt wurde und Selbstmord beging.
Ein griechischer Diamantenhändler stürzte, kurz nachdem er den Hope-Diamanten verkauft hatte, mit seinem Auto über eine Felswand und kam mit Frau und Kind ums Leben.
Der neue Besitzer war Sultan Abdulhamid II (Abd-ul-Hamid II), der letzte Sultan der Türken. Er schenkte den Blue Hope Diamanten einer seiner Lieblingsfrauen und wurde wenig später durch einen Aufstand seines Heeres im Jahre 1909 von seinem Thron gestoßen.
Sogar auf der Jungfernfahrt der Titanic soll der Hope Diamant im Besitze eines Ehepaares gesichtet worden sein - das Schicksal der Titanic ist bekannt.
Henry Francis Hope Pelham-Clinton, der bankrott ging, verkaufte den Hope Diamanten für 29.000,-- £ / Pfund an den Londoner Edelsteinhändler Adolf Weil.
Adolf Weil verkaufte ihn an den Diamanten-Händler Simon Frankel, der den Blue Hope nach New York brachte, wo sein Wert auf 141.032 $ / Dollar geschätzt wurde, was damals circa 28.206,-- £ / Pfund entsprach.
Simon Frankel verkaufte den Diamanten 1908 an Salomon Habib in Paris für 400.000 $ / Dollar.
Salomon Habib verkaufte den Diamanten an den Edelsteinhändler Rosenau.
1910 verkaufte ihn Rosenau für 550.000 Francs an Pierre Cartier.
Im Jahre 1911 verkaufte Pierre Cartier den Hope-Diamant an die Erbin und Tochter des Bergwerkkönigs Thomas F. Walsh und Ehefrau des Eigentümers der Washington Post, der Theater-Schauspielerin Evalyn Walsh Mc Lean aus Washington für 154.000 $ / Dollar, die den Diamanten bis zu ihrem Lebensende als Anhänger an einer Halskette mit 62 weißen Diamanten getragen hat. Der achtjähriger Sohn der McLeans wurde 1918 von einem Auto überfahren. Ihr Ehemann verfiel der Trunksucht und starb in einem psychiatrischen Krankenhaus. Ihre Tochter erlag 1946 einer Überdosis Schlaftabletten.
Als Frau McLean einsam und verwirrt im Alter von 61 Jahren im Jahre 1947 verschied, kaufte der New Yorker Schmuckhändler Harry Winston den Blue Hope zusammen mit ihrem gesamten Schmuck von den Treuhändern der Erben.
Harry Winston veräußerte den Blue Hope angeblich an Aristoteles Onassis, der ihn für seine Frau Tina erwarb. Nach deren Scheidung kehrte er zu Winston zurück, der zugesagt hatte, ihn innerhalb von 5 Jahren zur Verkaufssumme zurückzunehmen.
Harry Winston stelle den Blue Hope in seinem "Court of Jewels" aus, einer Juwelenausstellung in den USA.
Um die Brillanz des Diamanten zu steigern wurde die untere Facette nachgeschliffen.
Im August 1958 gab Harry Winston den 45,52 Carat schweren tiefblauen Blue Hope Diamant als Dauerleihgabe dem Smithsonian Institute in Washington und er gehört seitdem zur "National Gem Collection".
Hoffentlich kann die "Blaue Hoffnung" hier kein Unheil mehr anrichten.
Die Klassifizierung des Farbgrades des Blue-Hope-Diamanten lautet "Natural Fancy Dark Greyish-Blue": The Blue Hope.
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