Früher wurde die Schieber-Kette einfach um den Hals getragen und die Damen-Taschenuhr wurde im Karabiner eingehängt. Die Röcke der Damen hatten seinerzeit oft eine Uhrentasche worin die Damen-Taschenuhr getragen wurde. Oder die Taschenuhr an der Schieberkette wurde in den Kleidungssaum am Bauch oder in einem breiteren Gürtel, oft auch in einer Art Stoffschärpe um den Bauch geschoben. Der Schieber war dann das Schmuckstück an der Schieberkette, das in beliebige Höhe verschoben werden konnte durch die hintere Laufbuchse mit Kork als Hemmung. Außerdem konnten damit auch die beiden herunterhängenden Kette in der Öffnungsweite variiert werden. Bei kurzen Schieberketten wurde die Damentaschenuhr nicht in ein Rock-Täschchen usw gesteckt, sondern die Taschenuhr baumelte zwischen Brust und Bauchhöhe am Körper.
Im Englischen werden die Schieberketten "Ladie's Slide Chains" genannt, Uhrenketten allgemein werden im Englischen als "Fob Chain" bezeichnet.
Die Biedermeier-Schieberketten waren circa um 1860 und der Schieber hatte die Gestaltung wie eine kleine Biedermeier-Brosche. Statt Karabiner war es hier oft ein Sicherheits-Dreh-Gewindeverschluß.
Die weit verbreitesten antiken Schieberketten stammen aus den Jahren 1880-1920 und haben auf dem Schieber oft einen oder mehrere Opale und oder andere Farbsteine, Edelsteine, Flussperlen, Orientperlen usw. Sie haben oft die Form von abgerundeten Dreiecken mit Ornamenten im typischen Jugendstil.
Das Material der Schieberketten und Schieber war überwiegend Gold-Doublé / Doublee. Manchmal auch Silber. Sehr selten waren Gold-Schieberketten, also wo Kette und Schieber aus massivem Gold gefertigt wurden. Zum Beispiel in 14 Karat / 585 oder 18 Karat / 750 als Rotgold, Gelbgold oder Rosegold. Auch 900er-Gold-Schieberketten gab es - allerdings extrem selten.
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