


Sie sind immer sehr groß - ca. 8 mm bis 19 mm (seltenst größer).
Der Durchmesser beginnt also in etwa dort, wo der Durchmesser der japanischen Akoya-Perle endet.
Nicht-Fachleuchte verwechseln sie oft mit den wesentlich billigeren gefärbten Süßwasserperlen bzw gefärbten China-Zuchtperlen.
Die Tahiti Südsee Perlen sind Naturperlen, die gezüchtet werden durch das Einsetzen von Mantelgewebe einer anderen Muschel und eines Perlmuttkernes in die mindestens 3 Jahre alte, schwarzlippige oder grünlippige Muschel namens Pinctada Margaritifera in den Mantel, das Zellengewebe, das den Weichkörper einer Muschel umschließt.
Es besteht aus Zellen, die Substanzen ausscheiden, die die Perlenmutterschale um den Fremdkörper aufbauen und die Perle bilden.
Abgesehen von einigen Zuchtversuchen in Mexiko, wird diese Perlenart nur in Französisch-Polynesien, Tahiti und den Cook-Inseln gezüchtet.
Eine solche polynesische Auster kann als gesundes und starkes Exemplar 30 Jahre alt werden, dabei die respektable Größe von 30 cm Durchmesser und ein Gewicht von bis zu 5 kg erreichen. Die Auster ist eine zweischalige Muschel. Diese zwei Schalen sind durch ein Gelenk miteinander verbunden.
Während der weiblichen Phase legt jede Muschel mehrere Millionen Eier. Die Larven benötigen etwa 6 Monate, bis sie feste Muschelschalen gebildet haben. Die Perlenaustern leben am Meeresboden und ernähren sich von Plankton, welches die Strömung in ihr Innerstes spült. Ist nun in diesem Plankton etwas enthalten, was die Auster nicht verdauen kann, zum Beispiel ein Sandkorn, wehrt sich die Auster gegen diesen Eindringling und isoliert diesen Fremdkörper in dem sie Schichten von Perlmutt darüber legt. Genauso wie sie dies mit dem künstlich eingesetzten Perlmuttkern tut.
Im Laufe der Jahre wird so eventuell eine Perle geboren! Es werden einzelne Epithelzellen in das Bindegewebe verlagert, wo sie sich durch Zellteilung vermehren und sich anschließend miteinander verbinden. Dabei entsteht ein Perlsack, der mit der Ausscheidung von Perlsubstanz beginnt. Die gebildete Perle bzw Perlenschale besteht wie die Muschelschale in etwa zu 90% aus Calciumcarbonat in seiner primären Form als Aragonit. Sekundär ist Calciumkarbonat als Calcit vertreten. Als Bindemittel dient Conchin (Conchiolin), was aus einer Protein-Mischung besteht. Die Perlen-Oberfläche hat eine kristalline Struktur. Die Kristalle wachsen im Laufe der Zeit in Form von Plättchen und sind schichtweise angeordnet.
Laufend müssen jedoch die Netze mit den Austern in optimale Gewässer verlegt werden, die Muscheln gereinigt und speziell behandelt werden, um sie vor Parasiten zu schützen und natürlich muss auch das Perlwachstum kontrolliert werden (oft durch Röntgen).
Das Implantat wird leider von den Austern öfter wieder abgestoßen.
Von etwa 1000 bepflanzten Austern stoßen etwa 350 den Perlmuttkern wieder ab, 200 Austern sterben durch den Operations-Schock und 100 Austern produzieren kein Perlmutt. Nur 35% der bepflanzten Austern produzieren also überhaupt eine Perle, wovon nur 2,5 Prozent runde Perlen der AAA-Qualität sind!
Nach 2 Jahren ist die Perlmuttschicht 2 bis 4 mm dick.
Danach entnimmt der Operateur die Perle und setzt sofort einen neuen Kern ein, denn je nach Gesundheit und Größe der Muschel können Bekernung und Perlenzucht wiederholt werden. Im Gegensatz zu Süßwasserperlen und Salzwasserperlen kann bei einer Tahiti Südseeperle nur 1 Kern eingesetzt werden. Die erzeugte Schale ist meistens sehr dick und gesund und hat dadurch ein besonders schönes Lüster und benötigt keine künstliche Verbesserung.
Nur wenige der geernteten Tahiti Perlen sind vollkommen rund und entsprechend teuer. Tahiti Südseeperlen gibt es in den Körperfarben bzw. Grundfarben von Grau über Anthrazit bis Schwarz mit dem begehrten Schillern von Grün bzw Pfauengrün als Überfarbe oder Lüster. Manchmal hat das Lüster einen Goldton. Am wertvollsten ist die seltene irisierende "peacock-colour" (Pfauenschwanz), die in allen Regenbogenfarben schillert. Danach kommt das intensive Grünschwarz, nachfolgend kommen die Grautöne und schließlich die Farben / Lüster mit Goldton. Die Färbung der Perle ist nicht beeinflussbar und hängt anscheinend nur von der einzelnen Muschel ab.
Die hellen Südseeperlen werden nur Südsee-Perlen genannt.
Taifune die das Meer bis zum Grund aufwühlen, Schwankungen der Wasserqualität und der Wasser-Temperatur und auch natürliche Feinde machen den Muscheln das Leben und Überleben schwer und damit die Perlenzucht zum Risiko.
Lesen Sie auch unsere anderen Fach-Artikel über andere Perlarten, Diamanten, Schmuck, Uhren, Marken usw auf unserer Homepage unter der Rubrik Wissenswertes.
Sie werden auch Tränen der Götter genannt.
Perlen wurden bereits früh zum Symbol für Reichtum, Macht und Ansehen.
Sie wurden erstmals ungefähr 2200 vor Christus geschichtlich erwähnt.
Die älteste Perle aus dem Persischen Golf ist etwa 4000 Jahre alt.
Der älteste bekannte Perlenschmuck befindet sich heute in der persischen Galerie des Louvre in Paris. Es handelt sich um eine dreireihige Kette, die 2500 Jahre in einem Sarkophag lag und bei Ausgrabungsarbeiten in Susa gefunden wurde.
Perlmutt war eines der ersten und edelsten Materialien für die Verzierung von Ornamenten und Schmuckstücken.
Reste von Perlmuttintarsien wurden im Zweistromland gefunden, die aus der Zeit um 4500 vor Christus stammen.
Chinesische Kaiser ließen sich bereits vor 4000 Jahren Perlenstränge als Geschenk übergeben, welche eine hohe mystische und materielle Bedeutung hatten.
"Margarita" ist das lateinische Wort für Perle und auch ihre Geliebten wurden von den Römern so benannt. Zu den Glanzzeiten der Römer gehörten Perlen zu den Favoriten der römischen Herrscher und dem normalen Volk war es sogar gesetzlich untersagt Perlen zu tragen.
Die römischen Kaiser verknüpften oft feine Perlen mit ebenso feinen Stoffen. Königin Elisabeth von England trug ständig Perlenstränge und hatte 300 mit Perlen besetzte Kleider. In der kirchlichen Kunst wurden Perlen als wertvolle Zeichen der Liebe Gottes betrachtet und zierten Priestergewänder, Altare und andere kirchliche Gegenstände.
Im frühen Mittelalter galt die Perle als edelstes Symbol der Liebe Gottes. Maler dieser Zeit stellten Perlen auf Marienbildern dar und Mariendarstellungen wurden mit Perlen verziert.
Perlen wurden auch unter den rituellen Gegenständen der indianischen Stämme von Mexiko und Peru gefunden.
Bis Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts waren Perlen wegen ihrer Seltenheit nur etwas für Privilegierte und Reiche. Um diese Zeit wurde bei Tiffanys in New York ein Perlencollier für 1 Million Dollar verkauft.
Die ältesten bekannten Muschelbänke der Perlauster gab es am Arabischen Golf, entlang der Küsten von Persien, Saudi-Arabien, Kuwait und im Roten Meer.
Bereits im 12.Jahrhundert begannen die Chinesen mit der Herstellung von Zuchtperlen. Eine Zuchtperlenindustrie wie wir sie heute kennen begann jedoch erst 1916, als es dem Japaner Kokichi Mikimoto gelang nach jahrelangen Versuchen die erste Zuchtperle auf der Juwelenbörse in Paris anzubieten.
Dem Hindu bringen sie Glück, dem Araber Wohlstand, dem Chinesen Genesung, dem Ägypter Liebe und nicht nur sie sind von der Schönheit der Perlen hingerissen und unterliegen Ihrer Faszination.
Die berühmteste Perle der Welt wird Happy Valentines Day La Peregrina genannt. Die eiförmige Perle mit über 10 Gramm wurde im 16. Jahrhundert wahrscheinlich an der Küste Panamas gefunden und ist für ihre außerordentliche Schönheit berühmt. Prinz Philipp II von Spanien schenkte sie seiner Braut Maria Tudor, der Tochter von Heinrich VIII. Von da an wanderte die Perle durch viele königliche Schmuckschatullen, wie Napoleon III oder Queen Victoria. Schauspieler Richard Burton ersteigerte sie für 37.000 US Dollar 1969 bei Sotheby's als Valentine's Day Gift für Elizabeth Taylor, die die Perle bei Cartier in ein Collier fassen ließ.
Die teuerste Perle der Welt heißt La Regente und ist mit 337 Grains auch eine der größten Perlen der Welt. Napoleon I schenkte sie seiner zweiten Frau zur Geburt seines Sohnes, dem König von Rom. Später gehörte sie zum französischen Kronschatz und wurde 1887 vom Juwelier Faberge im Zuge der Kronschatzveräußerung ersteigert und an die Perlensammlerin Fürstin Youssoupoff verkauft. 2005 wurde die Perle erneut auf einer Auktion angeboten und ist im Moment mit einem Verkaufswert von 2,1 Millionen Euro die teuerste Perle der Welt.
Größe und Gewicht
Je größer eine Perle ist, umso teuerer ist sie.
Der Preis steigt nicht linear sondern stark exponentiell mit dem Durchmesser an. Gemessen wird die Größe in Millimeter als Durchmesser oder als Gewicht in Momme oder Gran. Ein Gran hat 0,05 Gramm oder ein Viertel von einem Karat / Carat (Diamantgewicht). Ein Momme enthält 75 Gran. Tausend Momme sind ein Kan.
Ein altes japanisches Maß ist Bu welches 3,03 Millimeter beträgt. Es wird auch heute teils noch bei den Perlenzüchtern verwendet, wobei der Durchmesser der Perlmuttkügelchen in Bu gemessen wird. Ein Bu hat zehn Rin (ein Rin ist also 0,3 mm). Zum Beispiel die Kerngröße 2,3 bedeutet daher zwei Bu und drei Rin und entspricht 6,9 Millimeter.
Rundheit und Fehler
Je runder und gleichmäßiger eine Perle ist und je weniger Auswüchse, Narben, kleine Erhebungen, Vertiefungen, Flecken, Kratzer oder sonstige Wachstumsfehler eine Perle hat, um so wertvoller und teurer ist sie.
Verwendete Qualitätsstufen sind zum Beispiel "makellos" bis zu "sehr deutliche Wachstumsmerkmale".
Unregelmäßig geformte Perlen nennt man Barock Perlen.
Manchmal auch abgestuft: Semibarock und Halbbarock.
Einseitig flache Perlen heißen Bouton (französisch: Knopf) oder Knopfperlen.
Tropfenförmig, Bouton und Oval und andere symmetrische Formen liegen in der Bewertung zwischen Barock und rund.
Gleichheit untereinander
Bei großen Durchmessern wird es immer schwieriger überhaupt gleich aussehende Perlen zu finden, das sogenannte Matching.
Je gleicher also die Perlen einer Kette sind (Form, Farbe und Lüster), um so wertvoller wird sie auch dadurch. Deswegen gibt es meist nur Verlaufs-Ketten je besser die Qualität ist und je größer die Perlen sind.
Farbe und Körperfarbe
Die Bewertung der Farbe ist je nach Land verschieden. Allgemein kann jedoch eine weiße Perle mit mehr oder weniger Rose-Farbton als Spitzenreiter gesehen werden. Creme-Farbtöne oder Goldtöne sehen auf gebräunter oder dunkler Haut sehr gut aus.
Bei der Körperfarbe handelt es sich um den überwiegenden Farbton. Diese ist leicht am äußeren Rand erkennbar, wenn Sie die Perle auf einer weißen Oberfläche betrachten.
Lüster und Überfarbe
Sehr wertbestimmend ist die Stärke des Lüsters der Perle beziehungsweise der Perlenoberfläche. Es wird auch Glanz, Schimmer, Leuchtkraft oder Irisieren von Perlen genannt. Seltener wird die Bezeichnung Orient verwendet um den Glanz, das Schillern und die Fähigkeit einer Perle Licht aus ihrem Innern zu strahlen, zu beschreiben. Das Irisieren zeigt sich in Form der so genannten Überfarbe oder farbiges Schimmern, welches als kleiner Kreis auf der Oberfläche der Perle zu schweben scheint. Die Überfarbe besteht aus maximal 3 fast durchsichtigen Farben, die als Kreis auf der Oberfläche einer Perle zu erkennen sind, wenn man die Perle in eine Lichtquelle hält.
Das Lüster von Zuchtperlen ist stark von der Schichtdicke abhängig, also von der auf den eingesetzten Perlmuttkern aufgewachsenen Schicht aus Perlsubstanz. Es resultiert aus der Lichtbrechung, welche zwischen den Kristallen des Aragonits in der Perlmuttschicht stattfindet und dieses Wunder macht die Perle zu einer strahlenden Kugel von durchscheinenden Umrissen.
Choker oder Verlauf
Ein Choker ist eine Perlenschnur meist gleichgroßer Perlen mit der Länge von gewöhnlich 16 Zoll beziehungsweise 40 Zentimetern (sehr selten 14 Zoll bzw 36 Zentimeter). Man spricht von einer einheitlichen Kette wenn bei einer Perlenkette der Unterschied von der kleinsten zur größten Perle 0,5 Millimeter beträgt (bei sehr großen Perlen 1,0 Millimeter).
Eine Chute oder graduierte Perlenkette, auch Perlenkette im Verlauf genannt, ist eine Halskette mit der größten Perle in der Mitte, wobei die angereihten Perlen beiderseits an Größe gleichmäßig abnehmen. Wegen der Hauptperle und der gleichen Anzahl von Perlen an jeder Seite hat eine graduierte Kette immer ein ungerade Anzahl von Perlen. Die Perlen neben der Hauptperle werden Schultern genannt.
Bewertungs-Klassen
Oft werden folgende Bewertungsklassen verwendet:
A, A+, AA, AA+ und AAA.
Manchmal wird auch das Tahitian Grading System verwendet, wobei hier von A bis D eingeteilt wird (A entspricht AAA von oben).
Wir bevorzugen die unserer Meinung nach verständlichere Beschreibung aller Merkmale.
Damit Sie lange Freude an ihrem Perlenschmuck haben, empfehlen wir folgende Hinweise:
1) Perlen sollten grundsätzlich von anderen Schmuckstücken getrennt aufbewahrt werden um Beschädigungen zu vermeiden. Benutzen Sie zur Aufbewahrung kein Leder, da die Gerbsäure dem Lüster von Perlenketten und Perlenarmbändern schaden kann.
2) Perlenschmuck sollte nicht längere Zeit der Hitze ausgesetzt werden, also zum Beispiel der Sonne, Heizungsnähe usw, da die Perlsubstanz etwas Wasser enthält. Ein Austrocknen der äußeren Perlschichten sowie ein Mattwerden und Verfärben könnte die Folge sein.
Sie können versuchen den Perlen Feuchtigkeit zuzuführen durch das Einwickeln für ein Paar Stunden in ein leicht feuchtes Tuch.
3) Perlen sollten Chemikalien aller Art nicht ausgesetzt werden.
Nach dem Tragen können Sie Ihre Perlen von den Rückständen von Kosmetika oder Schweiß mit einem weichen, trockenen Tuch reinigen.
4) Vergessen Sie nicht je nach Gebrauch alle ein bis drei Jahre die Perlenkette oder das Perlenarmband reinigen und neu knüpfen zu lassen.
Wird der Knüpffaden öfters nass, so verkürzt dies die Lebenszeit.
Verbesserungen und Ergänzungen bitte per eMail: HIER KLICKEN!
Lärchenstr.14 85649 Brunnthal Tel. 08104-88899-25 Fax -24 eMail (1@ggm1.de)
Gesellschaftssitz Brunnthal Geschäftsführer: Gunar Mayer
Handelsregister HRB 159434 Amtsgericht München Steuernr.143/140/80026 UID DE814570759 Datenschutz, Lizenz
Gold- & Platin-Schmuck, Diamanten, Luxus-Uhren.
Verkauf sensationeller TOP-Gelegenheiten.
Ankauf von Juwelier-Insolvenzen, Privat usw.
Wir verstehen uns als Ihr freundlicher Partner, der Sie zuverlässig berät und unterstützt.
129 Millionen DM Umsatz wurden von der vormaligen Gewerbegruppe Gunar Mayer
unter gleicher Geschäftsführung wie heute in den Jahren 1981 bis 1991 erzielt.
Im eigenen Labor arbeiten Sachverständige mit 30 Jahren Erfahrung und
circa 10.000 Labor-Untersuchungen werden jährlich durchgeführt.
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